J. S. GRAUFELD
Fantasy-Reihe ab 10 Jahren

Das zehnte Siegel

Band 1: Die Tür im Moor

In seiner ersten Nacht in Gigelsberg sieht Jonathan ein grünes Licht über dem Moor. Es atmet.

  • Februar 2027
  • Taschenbuch 12,99 €
  • E-Book 3,99 €
  • 236 Seiten
Cover von Das zehnte Siegel, Band 1: Die Tür im Moor. Ein Junge steht nachts am Moor vor einem leuchtend grünen Torbogen, am Horizont eine Stadt mit drei Türmen.
Das Buch

Etwas, das warm ist und nicht ihm gehört

Niemand sonst scheint das Licht zu bemerken. Nicht seine Mutter, nicht die Lehrer, nicht die Nachbarn in der Altstadt.

Nur Sophia, das stille Mädchen aus seiner Klasse, zeichnet es in ihr Heft. Und die Großmutter seines Banknachbarn Ben sieht Jonathan an, als hätte sie dreihundert Jahre auf ihn gewartet.

Dann fällt Jonathan bei einem Schulausflug ins Moor. Als er wieder auftaucht, hält er etwas in der Hand, das warm ist und nicht ihm gehört.

Und von diesem Tag an ruft ihn jemand. Von der anderen Seite.

Eine Kinderhand hält einen dunklen Stein, in den ein leuchtendes Zeichen geritzt ist. Im Hintergrund Schilf und Moorwasser.

Der Auftakt der Fantasy-Reihe „Das zehnte Siegel“, ab 10 Jahren. Weitere Bände sind in Arbeit. Erscheint im Februar 2027 bei Thalia, Hugendubel, Weltbild, Amazon, Apple Books und in jeder Buchhandlung auf Bestellung.

Der Ort

Gigelsberg

Gigelsberg ist eine kleine Stadt in Oberschwaben an der Ach. Am Marktplatz stehen Giebelhäuser und die Stadtkirche, am Rand der Altstadt der runde Nebelturm. Oben auf dem Lindenbühl steht der Lindenturm, gleich daneben das Gymnasium, in das Jonathan, Ben und Sophia gehen.

Südlich der Stadt beginnt das Moor, mit Schilf und alten Holzstegen. An seinem Rand steht das Kranwerk mit neun Kränen in einer Reihe, gelb und weiß. Und jedes Jahr im Juli feiert die Stadt zehn Tage lang ihr Heimatfest.

Gigelsberg gibt es nicht. Wer aus Oberschwaben kommt, erkennt trotzdem manches wieder.

Leseprobe

Kapitel 1: Der Nebelturm

Die Schnellstraße war das Langweiligste, was Jonathan Lenz in seinen zehn Jahren gesehen hatte.

Seit sie von der Autobahn abgefahren waren, fuhren sie durch Felder. Mais, dann Weizen, dann wieder Mais. Ab und zu ein Dorf mit einem Kirchturm, der aussah wie eine Zwiebel. Jonathan hatte angefangen, die Maisfelder zu zählen, und bei siebenundzwanzig aufgehört, weil er nicht wusste, ob zwei Felder nebeneinander eins oder zwei waren. Niemand konnte ihm das sagen. Es interessierte auch niemanden. Hinter ihnen im Kofferraum klapperte bei jeder Bodenwelle die Kiste mit dem Geschirr, und seine Mutter sagte jedes Mal: „Das ist nur der Deckel.“ Sie hatte es inzwischen elfmal gesagt. Jonathan hatte mitgezählt.

Er lehnte die Stirn an die Scheibe. Das Glas war warm. Draußen war August, und die Luft über dem Asphalt flimmerte, als würde die Straße schmelzen.

„Noch zwanzig Minuten“, sagte seine Mutter.

„Das hast du vor zwanzig Minuten auch gesagt.“

„Da hab ich gelogen. Jetzt stimmt es.“

Sie lächelte zu ihm herüber. Er lächelte nicht zurück. Er wusste, dass das gemein war, und er wusste auch, dass sie sich Mühe gab. Seit Wochen gab sie sich Mühe. Sie hatte ihm Fotos von der neuen Wohnung gezeigt und von der Schule und von einem ganz neuen Freibad, das angeblich eine Rutsche mit Looping hatte. Sie hatte gesagt, dass Gigelsberg schön sei und klein und dass man dort mit dem Fahrrad überallhin komme. Sie hatte nicht gesagt, dass es achthundert Kilometer von Hamburg entfernt lag. Das hatte er selbst nachgeschaut.

Achthundert Kilometer von seinem Zimmer. Von Malte und Erik und dem Bolzplatz hinter der Schule. Von seinem Vater.

Wie es weitergeht, steht ab Februar 2027 im Buch.

Die Reihe

Sieben Bände, sieben Schuljahre

Jonathan, Ben und Sophia kommen in Band 1 in die 5. Klasse. Jeder Band erzählt ein Schuljahr, mit jedem Buch werden die drei ein Jahr älter. Band 7 endet in der 11. Klasse.

Band 1 erscheint im Februar 2027. An den nächsten Bänden schreibe ich.

Gemalte Illustration von sieben Buchrücken nebeneinander, die zusammen ein Panorama mit Moor, grünem Tor und Stadt zeigen.
Für Eltern und Schulen

Spannend, ohne grausige Szenen

Das zehnte Siegel ist Fantasy für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren. Die Geschichte handelt von Freundschaft, von einem Neuanfang in einer fremden Stadt und davon, was eine Familie ihren Kindern hinterlässt.

Wie gruselig ist das Buch?

Es gibt nächtliche Szenen im Moor, Nebel und Wesen aus einer anderen Welt. Die Geschichte ist spannend und geheimnisvoll, grausige Szenen gibt es keine.

Gibt es eine Liebesgeschichte?

In Band 1 geht es um Freundschaft. Die Kinder werden mit der Reihe älter, in späteren Bänden kann es Gefühle geben. Weiter als bis zu einem Kuss geht es nie.

Wie lang ist Band 1?

236 Seiten in 15 Kapiteln.

Wird im Buch Schwäbisch gesprochen?

Ab und zu, von einzelnen älteren Figuren. Kinder aus ganz Deutschland verstehen alles.